offene Projekte

Noch stehen einige Projekte an, deren Realisierung mindestens in unseren Köpfen Gestalt angenommen haben und auch in der eingangs erwähnten Dokumentation erwähnt sind. Es betrifft dies unter anderem:
Projekt_Tolenbortstall_01

Innentäfelung und Isolation Versammlungsraum Tolabortstall

Wir möchten zur besseren Nutzung dieses "Schlechtwetterraumes" den Innenraum durch Anbringen einer Isolation sowie Innentäfelung mit "altem Täfer" ausstatten. Der wird jeweils bei schlechtem Wetter für Veranstaltungen an den Guschatagen als Versammlungsraum für die Bergpredigt und Referate genutzt. Wegen der fehlenden Isolation kann der Raum nur sehr selten genutzt werden.

Für die vorgesehene Isolation und Täfelung liegt uns eine Offerte für rund CHF 20'000.- vor.

Projekt_Dendrochronologische_Untersuchung

Realisierung der zweiten Etappe der dendrochronologischen Untersuchung der Bausubstanz

Eine erste Etappe dieser Untersuchungen der Bausubstanz und der zugehörigen Datierung zum Zeitpunkt der Erstellung der einzelnen Gebäude erfolgte in den Jahren 2008 - 2009 und sind in einer Publikation der verantwortlichen Autoren unter anderem 2009 in der Zeitschrift "Terraplana" veröffentlicht worden.

Nachdem in der ersten Etappe die Häuser des heute bestehenden Guschadörfli untersucht wurden, geht es in der zweiten Etappe darum, die höher gelegenen Bauten und Ruinen (die Siedlungsteile Im "Über Bach", Birch und Säss), zu untersuchen. Ziel dieser Untersuchung wäre, die geschichtliche Datierung der Entstehung der Walsersiedlung Guscha zu erforschen und auch verlässlich zu dokumentieren.

Aufgrund der Kosten für die Realisierung der ersten Etappe rechnen wir nochmals mit einem Kostenaufwand für die Prospektion und Dokumentation in Höhe von CHF 8'000.- bis CHF 10'000.-


Erwähnenswert ist noch ein Passus aus der ersten Etappe der:

Dendrochronologisch bauhistorische Untersuchungen

des detaillierten Berichtes der beauftragten Experten, Diplom-Ingenieur Raimung Rhomberg, (Architektur) und Dr. Klaus Pfeifer (Labor für Dendro- (chrono) -logie).

Auszug aus dem Bericht:

Ohne hier weiter auf die wissenschaftlichen Verfahren zur Datierung einzugehen, ersehen sie als Resultat der ersten Etappe die nachfolgenden baugeschichtlichen Anhaltspunkte im Bericht Seite 13 als Überblick überschrieben.

Daraus bestätigt sich die bereits gefühlsmässig erkennbare Tatsache, dass im eigentlichen Dörfli das Tolaborthaus als ältestes Bauwerk bezeichnet werden kann. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, datiert es in die Mitte des 15. Jahrhunderts.

kein-bild-vorhanden

Kleinkraftwerk

Ursprünglich wurde vorgesehen, den Überlauf des bestehenden Reservoirs, welcher neben dem bestehenden Brunnen zu Tal plätschert, für den Antrieb einer Kleinturbine zu nutzen. Zu geringe Wassermengen, sowie die Nutzung des Überlaufs der Quellen zur Speisung des Löschwasserreservoir im Zusammenhang mit den Brandschutzmassnahmen des Waffenplatzes St. Luzisteig, liessen die vorgesehene Nutzung zur Energieproduktion vorerst nicht mehr zu. Nachdem nun aber eine Vergrösserung des Reservoirs einen grösseren Wasservorrat gewährleistet, konnte die Quelle "Tschuggen" deren Wasserqualität lediglich für die Speisung der Tränkebrunnen genügt, wieder dem alten Überlauf zugeleitet werden. Somit ist genügend Restwasser vorhanden um den Betrieb einer Kleinturbine zu speisen.

Für die Realisierung dieses Vorhabens rechnen wir mit einem Investionsaufwand von rund CHF 8'000.- bis CHF 10'000.-.

Projekt_Tolenborthaus_01

Erneuerung der Aussenfassade des Stalls Tolenborthaus

Die Fassade ist durch den Zahn der Zeit und den Gebrauch alt und unansehnlich geworden. Ein Schutz der Grundkonstruktion ist durch die Erneuerung der Aussenhaut dringlich geworden. Eine Sanierung dieser Aussenhaut wiederum in gespaltenen Lärchenholzschindeln wird einen Betrag von CHF 14'000.- erfordern.

Projekt_Tanzsääli_01

Tanzsääli, Isolation der bestehenden Innen-Täfelung

Leider hatten wir bei der seinerzeitigen Täfelung vor rund 20 Jahren der Isolation zu wenig Beachtung geschenkt: Das heisst bei Föhn und oder kalter Witterung bläst insbesondere im Bereiche der Fenster der Wind durch die bestehenden Ritzen. Zur Behebung dieses Mangels ist geplant durch "einblasen" einer Isolationsmasse (Altpapierschnitzel) diesen Mangel zu beheben. Die ungefähren Kosten liegen bei rund CHF 23'000.-

Projekt_Wasserversorgung_01

Wasserversorgung

Nach der Fertigstellung des neuen Reservoirs und dessen Erweiterung geht es nunmehr um die eigentliche Trennung der Wasserzuleitungen; zum Einen, Wasser mit Trinkwasserqualität und zum anderen Wasser als reines Brauchwasser (Tränkebrunnen, Spühlwasser).*

* Dies aufgrund der Wasserführung und der Wasserqualität der heutigen Quellnutzungen neu gefasste Tschuggenquelle und der Quelle im Wald unter dem "Wängli", welche aufgrund der Wasserqualität lediglich als Tränke- und Brauchwasser Verwendung finden kann.

Die neugefasste Quelle bei der Brunnenstube im Bereiche Mattastall bringt bakteriologisch Wasser von einwandfreier Qualität dies in genügender Menge für den reinen Trinkwasserbedarf, nicht aber für Tränke- und Brauchwasser. Um diese Wassermenge zu erfassen bedingt es das Wasser der Tschuggenquelle mit einer zusätzlichen und getrennten eine Leitungsführung den entsprechenden Verbrauchsstellen zuzuführen.

Bedingt durch eine sich verstärkte Trockenheit in den Sommermonaten, der letzten Jahre, drängt sich eine Sanierung der Quellfassung Tschuggen als immer dringlicher auf. Das heisst, die das rein oberflächig anfallendes Wasser sammelnde Fassung, sollte umfassend saniert werden, um eine Wasserqualität zu generieren, die die heute zur Verfügung stehende Trinkwassermenge erhöht. Die Trennung der Systeme ist bis zur Realisierung der umfassende Quellsanierung Tschuggen gleichwohl angezeigt. Dies nicht zuletzt darum, da die Nutzer die Siedlung Guscha und die Bewirtschafter (Landwirtschaft, Beweidung mit Schafen) nicht im gleichen Masse» kongruente Interessen» hatten.

Die Erstellung der notwendigen Leitungen welche wir wiederum in Eigenenergie verlegen würden, beansprucht Geldmittel in Höhe von rund CHF 20'000.- bis CHF 25'000.-

Projekt_Trockensteinmauer_01

Wiederherstellung und Erneuerung der Trockensteinmauer unterhalb der ursprünglichen Gärten vom Tanzsääli

Die Wiederherstellung ist teilweise Ende des Jahres 2016 erfolgt. Die Verlängerung steht allerdings noch aus. Die Gesamtkosten dürften einen Betrag von CHF 40'000.- betragen.

Auch gilt es nach wie vor, die bestehenden Bauten zu pflegen und zu unterhalten. Mehrheitlich wird dies durch Eigenleistungen unserer Mitglieder ausgeführt, sodass lediglich die Materialkosten zu finanzieren sind.

Für die Realisierung der im Moment der Verfassung dieses Berichts anstehenden Vorhaben rechnen wir, nebst den alljährlichen Unterhalts- und Sanierungskosten, zusätzlich mit einem Budget von rund CHF 120'000.- bis CHF 150'000.-

Um all diese Projekte und Vorhaben zu realisieren wir wie bereits in den vergangenen Jahren, ein persönlicher Grosseinsatz unserer Mitglieder vorausgesetzt. Nun ist es ein Faktum, dass auch unsere Mitglieder nicht jünger werden. Daher ist es uns ein permanentes Anliegen jüngere Mitglieder für den Einsatz auf Guscha zu gewinnen. Erfreulicherweise scheint uns dies zu gelingen. Mit jedem "Jungen" der Mitglied wird, besteht die Chance, dass unser Verein auch weiterhin eine Zukunft hat. Wir sind aber auch offen für neue Wege und andere Formen der Mitgliedschaft und Mitarbeit. Auch sind wir uns aber bewusst, dass unsere gesteckten Ziele nur mit Hilfe von ähnlichen Institutionen, Stiftungen und privaten Stiftern erreicht werden können.

Unser Wille und unser Einsatz ist nach wie vor ungebrochen, um das Werk auf Guscha weiterzuführen und die Siedlung der Nachwelt erhalten zu können.

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